"People ignore design that ignores people"

22. Mai 2019
Michaela Ulrich

Lesezeit: 2,5 Minuten

So heißt es in einem Tweet von dem bekannten Designer, Autor und Mitbegründer des Tools  "Abstract". Das Design, dass die Leute beziehungsweise User berücksichtigt, ist genau der Kern der Aufgabe unserer UX-/UI-Designer.

Besonders beim Onlineshopping sollte der Kunde von Anfang bis zum Ende seiner Reise durch den Shop, der Customer Journey, mit einer zuverlässigen und intuitiven Nutzung überzeugt werden. Der UX-/UI-Designer hat es sich zum Ziel gemacht, den Usern ein optimales Nutzererlebnis zu ermöglichen. Welche Aufgaben der Job mit sich bringt und welche Herausforderungen in der Zukunft noch auf uns warten, hat unser UXler Nik in einem Interview verraten.

UXler

Was ist eigentlich UX-/UI-Design?

Das UX-Design (User Experience) befasst sich damit, die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine (User Interface) so komfortabel und angenehm wie möglich zu gestalten. Dies geschieht, indem wir Schnittstellen entwickeln, die in sich geschlossen, logisch, einfach und ohne unnötige Brüche funktionieren.

UXler
Welche Aufgaben hast du?

Ich identifiziere die Probleme der User im Onlineshop, stelle Hypothesen auf und erarbeite/designe Lösungen. Anschließend werden diese Lösungen mit Unterstützung des UCD-Teams am User validiert, bevor ich sie in die bestehenden Designs einfließen lasse. Dadurch versuche ich stets das Produkt meiner Unit Inform/Engage zu verbessern und bin somit für die Produktdetail-, Service- und Hilfeseiten für Mobile, Desktop und der App zuständig. Bei meiner Arbeit achte ich darauf, die Business- und Userziele bestmöglich zu vereinen. Des Weiteren trage ich als Lead die Verantwortung für die fachliche Weiterentwicklung des Teams, der Toolchain und betreue globale Themen, wie die Konzeption von Design-Librarys für mehrere Mandanten und vieles mehr.

Was ist die Voraussetzung in deinem Job?

Solche Interviews, wie dieses zu beantworten! ;-)
Ganz klar die verschiedenen Stakeholder zu berücksichtigen, das heißt den User selbst, die Entwickler, den Product Owner, Business-Ziele und so weiter. Natürlich müssen die Lösungen ganz zu ihrer Zufriedenheit erfolgen.
Außerdem muss ich das große Ganze im Blick behalten. Also nicht nur isoliert eine Fläche oder ein Layout beziehungsweise einzelne Schritte zu betrachten, sondern beispielsweise die ganze Interaktionskette, die ein User bedient.

Welche Tools nutzt ihr bei der täglichen Arbeit?

Wir nutzen “Sketch”, “Abstract”, “Zeplin” und “Protopie”.
Mit diesen Tools erstellen und verwalten wir die Designs, teilen diese mit den Entwicklern und bauen, falls notwendig, funktionale Prototypen. Des Weiteren nutzen wir teile der Adobe CC  - und vor allem Menschenverstand und eine Prise Psychologie!

Was müsste ein neuer Kollege deiner Meinung nach mitbringen?

Die visuelle Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit sind quasi Basics im Beruf des UX-/UI-Designers. In Verbindung mit einer analytischen Denkweise und der Beherrschung von Informationsdesign (Selektion, Organisation und Präsentation von Informationen) und -architektur sind die wichtigsten Voraussetzungen schon fast erfüllt. Weiterhin sind Kenntnisse über verschiedene Forschungsmethoden und Usability Testing notwendig und auch das Schreiben von Usecases sollte kein Problem sein.

UXler
Wie siehst du die Entwicklung deines Jobs in der Zukunft?

Ganzheitliche Zusammenhänge und Bedienkonzepte werden unerlässlich. Da das Berufsfeld stetig im Wandel ist und sich permanent weiterentwickelt, dürfen wir gespannt sein, wie sich der Beruf in Zukunft entwickelt und vor welche neuen Herausforderungen wir gestellt werden. Einige interessante Entwicklungen werden nach wie vor IoT (Internet of Things), faltbare Displays, VR und AR (Virtual- und Augmented Reality) sein, die in Zukunft an Relevanz gewinnen dürften.

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