empiriecom people: Kreativer Allrounder

20. Nov 2019
Michaela Ulrich

Lesezeit: 3,5 Minuten

Eva

Zu unseren kreativen Köpfen zählt auch Scrum Master Eva, die nicht nur bei ihrer Arbeit in den Teams Inspire und App öfter mal ihrer Kreativität freien Lauf lässt. Neben einigen Fotografie- sowie DIY-Projekten in den eigenen vier Wänden tobt sie sich in ihrem Garten aus und fährt dabei schon mal große Geschütze auf.


Hi Eva! Was ist denn eigentlich dein Hobby?

Ich tobe mich schon immer gerne kreativ aus. Nachdem ich in der Schule schon den Kunst-Leistungskurs belegt hatte, wollte ich Medien- oder Produktdesign studieren, habe mich aber dann doch für die Wirtschaftswissenschaften entschieden. Dafür bin ich privat weiterhin sehr kreativ. Bei einem Fotoprojekt mit einer befreundeten Amateur-Fotografin haben wir 2011 in einem Lost Place, einer verlassenen Industriehalle, ein Horror-Shooting gemacht. Mein Styling, ein Totenkopf Make-up, habe ich selbst gemacht - sogar im Auto, da wir vorher Fotos mit normalem Styling gemacht haben. Als sie die Fotos auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat, kamen viele Anfragen nach Fotoshootings mit Hair- & Make-up zu außergewöhnlichen Themen oder auch Aufträge von Freunden zum Beispiel für Halloween-Stylings. Wir haben dann über mehrere Jahre kreative Shootings mit außergewöhnlichen Stylings und auch Hochzeiten angeboten. Dort konnte ich mich als Amateur-Makeup-Artist super kreativ austoben und stand auch ab und zu hinter der Kamera.

Kreative Freizeit
Was bedeutet für dich Kreativität?

Ich liebe es, Außergewöhnliches mit eigenen Händen zu erschaffen. Mein Anspruch ist es, immer etwas Besonderes hervorzubringen. Kreativität ist für mich, über 0815 hinauszudenken und jedem Projekt einen persönlichen und besonderen Touch zu geben.

Welche kreativen Projekte haben deine Freundin und du gemacht?
Kreative Freizeit

Viele unserer kreativen Fotoprojekte waren wirklich besonders. Wir haben in einer verlassenen Industriehalle eine Kundin als La Catrina (mexikanisches Symbol für den Tag des Todes) fotografiert. Dabei kam auch ein Feuerlöscher zum Einsatz, der für gruseligen Nebel gesorgt hat. Zuckersüß wurde es, als wir eine Kundin mit Schokolade und Zuckerperlen dekoriert haben. Eine besondere Herausforderung war ein offener Reißverschluss, den ich quer über dem Gesicht einer Kundin angeklebt habe. Spannend war auch ein Rockabilly-Shooting in einer Kfz-Werkstatt mit Oldtimern. Die Bilder wurden sogar in einem Kalender gedruckt und in der Werkstatt verkauft.

Kreative Freizeit
Wie lebst du heute deine Kreativität aus und wie kam der Wandel?

Durch den Umzug meiner Freundin in den Süden Österreichs hat sich unser Projekt leider zerschlagen. Aktuell finde ich meine kreativen Aufgaben eher bei DIY-Projekten für mein Zuhause und bei der Gartengestaltung. Statt buntem Make-up habe ich da eher Kleber an den Fingern oder Erde und Dreck im Gesicht. :D
Einen Garten zu gestalten ist eine große kreative Herausforderung, da man hier wenig ausprobieren kann, sondern vor allem für eine kleine Ewigkeit gestaltet.
Auch bei meiner Hochzeit habe ich mir viel Inspiration im Internet gesucht und meine Papeterie und Tischdeko selbst gestaltet. Unter anderem habe ich Betonschalen gegossen und lackiert, die dann als Windlicht auf den Tischen gedient haben. Für mein Zuhause lasse ich mich auch viel von Blogs inspirieren.

Kreative Freizeit
Kreative Freizeit
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Welche Projekte hast du in deinem Garten schon umgesetzt?

Unser Grundstück liegt am Hang, deshalb müssen wir vor allem den Hang so formen, dass es funktional Sinn macht, dort zu fahren oder zu laufen, aber auch optisch spannend bleibt. Statt einfach einen simplen Hang zu belassen, werden Stufen und Ebenen angelegt und in den nächsten Jahren bepflanzt. Dafür scheue ich mich auch nicht schweres Gerät zu bedienen - Bagger fahren macht wirklich sehr viel Spaß! Auch bei der Pflanzenauswahl lege ich Wert auf eine stimmige Anordnung von niedrigen und hohen Pflanzen, die auch farblich gut zusammen passen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Für den Garten gibt es also auch ein Farbkonzept. Dort ist die Herausforderung einen optimalen Weg zwischen Funktion, Optik und auch Budget zu finden. Und vor allem braucht man Geduld, denn Garten heißt warten.

Kreative Freizeit
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Wie viele Stunden investierst du (pro Woche)?

Um für den Garten besondere Ideen und Materialien zu finden, muss man viel recherchieren und darf sich nicht nur auf örtliche Baumärkte verlassen. Pro Woche investiere ich bestimmt mindestens zwei bis drei Stunden in den Garten. Arbeiten wir gerade an größeren Projekten, wie zum Beispiel kürzlich beim Aufstellen von Gabionen, gehen auch schon mal ein bis zwei Stunden nach der Arbeit und der komplette Samstag dafür drauf. Wenn es dann fertig ist, bin ich super stolz und kann mich jeden Tag über das Ergebnis freuen.

Im Winter gibt es im Garten weniger zu tun. Dann tobe ich mich vor allem am Wochenende gerne bei einem DIY-Projekt aus. Mein nächstes Projekt wird ein Vertical Garden (alle Bepflanzungen, die vertikal angebracht sind und/oder wachsen), der meine Leidenschaft für das Gärtnern und die Dekoration im Haus vereint.

Hast du vielleicht auch ein paar Tipps für mehr Kreativität im Arbeitsalltag?

Für mich ist ein kreatives Projekt der Ausgleich zu unserem abstrakten Arbeitsalltag. Wenn ich im Garten arbeite oder ein DIY-Projekt mache, kann ich am Ende sehen, was ich produziert habe und mich sehr lange daran erfreuen. Unsere Arbeit ist digital und kaum sichtbar. Vieles an dem wir arbeiten, ist nie fertig. Dennoch versuche ich als Scrum Master in den Units Inspire und App auch in meinem daily Business kreativ zu sein, zum Beispiel bei der Gestaltung und Moderation von Meetings, Retrospektiven und Workshops. Kreativität im agilen Umfeld kann auch in Innovationsworkshops mit Methoden wie Design Thinking Platz finden. Grundsätzlich kann jeder kreativ denken und einfach über den Tellerrand hinaus schauen. Denn Kreativität heißt für mich nicht nur bunte Flipcharts malen, sondern einfach mal neue Wege finden. Vor allem in unserer agilen Welt sind kreative Lösungen und Querdenker gefragt.

Design Thinking bezeichnet eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen. Im Fokus des Kreativprozesses, der auf Design-Prinzipien beruht, stehen vor allem Nutzerwünsche und -bedürfnisse.


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