07. Jan 2026
Für viele klingt eine Workation nach einem netten Bonus im Arbeitsvertrag – für andere inzwischen nach einem echten mentalen Reset-Knopf. Was alle drei Erfahrungsberichte von Nik, Nils und Lena gemeinsam haben: Die Wirkung auf Motivation, Wohlbefinden und Energielevel ist enorm. Gerade im Herbst und Winter macht der Ortswechsel einen spürbaren Unterschied. Eine Woche in Südeuropa bedeutet mehr Tageslicht, milde Temperaturen und eine generell lebendigere Umgebung. Das allein hebt die Stimmung und durchbricht die typische Winterträgheit, die viele im November oder frühen Februar kennen, da sind sich unsere Kolleg*innen einig!
Lesezeit: 3 Minuten
Wer schon morgens beim Aufstehen Wärme spürt, mediterrane Geräusche hört oder den ersten Kaffee auf einer sonnigen Terrasse trinkt, startet ganz anders in den Arbeitstag. Diese kleinen Sinneseindrücke, etwa andere Luft, andere Geräusche, andere Farben, wirken wie ein Mini-Urlaub fürs Nervensystem – sowohl als Kontrastprogramm zum deutschen Winter, als auch als in der Hochsaison im August.
Statt im gewohnten Homeoffice oder im Büro sitzt man in einer neuen Umgebung, die automatisch einen gewissen Wach-Faktor auslöst und sofort motiviert, sagt Nik. Zusätzlich möchte man die Zeit vor Ort bewusst und voll nutzen, was durchaus bei der Konzentration hilft.
Nach der Arbeit wartet das Meer, eine lebendige Altstadt, ein Spaziergang an der Promenade oder ein kurzer Ausflug. Für Lena und Nils schafft das klare Ankerpunkte im Tagesablauf und sorgt definitiv dafür, dass sie morgens besser starten, um dann auch pünktlich „losrennen“ zu können.
Spannend ist: Der Arbeitsalltag unterscheidet sich weniger stark, als man vielleicht erwarten würde. Viele starten ohnehin früh in den Tag, sodass sie gegen 15 oder 16 Uhr Feierabend machen können, ein Rhythmus der sich für eine Workation noch besser eignet.
Der wesentliche Unterschied liegt eher im Drumherum:
Auch mental wirkt die Workation nach: Mit der Rückkehr stellt sich zwar manchmal ein kleines Stimmungstief durch die Umstellung ein, aber alle drei Kolleg*innen bestätigen, dass sich danach oft anhaltende Energieeffekte zeigen. Das Bewusstsein, diese Möglichkeit wieder nutzen zu können, gibt ihnen einen zusätzlichen Motivationsschub im Alltag.
Der Frühling und Sommer in Deutschland sind oft schön genug – aber der November ist vor allem für unsere UX Researcherin Lena ein Tiefpunkt. Nebel, graue Nachmittage, frühe Dunkelheit, nasskaltes Wetter und noch keine Weihnachtslichter in Sicht.
Eine Woche südlich davon fühlt sich für sie ein bisschen an wie ein Neustart, denn bei 20 Grad in Thessaloniki auf der Terrasse arbeiten und danach die Altstadt zu erkunden, hilft ihr definitiv durch den langen dunklen Winter. Mehr Sonnenstunde, lebendige Städte und ein mildes Klima heben ihre Stimmung und für sie hat sich eine Workation im November über die letzten Jahre etabliert.
Für unseren Android Entwickler Nils bietet eine Workation vor allem den Vorteil, seine Familie in Spanien zu besuchen, ohne dafür seinen Jahresurlaub nutzen zu müssen. Und wer arbeitet nicht gerne im Frühling unter der spanischen Sonne, während Papa einem das besonders gute Essen vor die Nase stellt? Dass es im Anschluss noch für ein paar Tage Großstadt-Feeling nach Barcelona ging war für Nils klar. Hier genoss er die Möglichkeiten der Umgebung und verbrachte seinen Feierabend am Meer oder in der belebten Stadt. Für ihn ist klar, das Workation-Angebot wird er auch im nächsten Jahr wieder nutzen, vor allem, um seine Familie zu besuchen und mit dem Blick aufs Meer seine Codes zu schreiben, anstatt die heimische Bürowand anzustarren.
Was alle drei Kolleg*innen gleichermaßen erlebt haben:
Workation ist nicht „Arbeiten im Urlaub“, sondern ein produktives Setting mit eingebautem Energie-Upgrade. Wer früh beginnt, klare Routinen setzt und die Sonne als Belohnung nutzt, kommt nicht nur motiviert und erholt zurück – sondern arbeitet auch vor Ort überraschend fokussiert. Workation ist keine Flucht, sondern eine strategische Möglichkeit, die eigene mentale Gesundheit und Arbeitsmotivation nachhaltig zu stärken und gleichzeitig ein Stück mehr von der Welt zu entdecken.