empiriecom people: Entwickler bei Tag - Rockstar bei Nacht

01. Aug 2019
Michaela Ulrich

Lesezeit: 4,5 Minuten

Backend-Entwickler Tobi

Jeder macht es - ob bei der Arbeit, beim Autofahren oder zum Entspannen: Musik hören - und das nicht gerade wenig! Im Schnitt beträgt der wöchentliche Musik-Konsum 21 Stunden und 30 Minuten. Von klassischer Musik über Reggae, bis hin zu Rock und Pop sind die Geschmäcker sehr unterschiedlich.

So gehen auch die Meinungen zu Black und Death Metal auseinander. Manchen gefällt es, manchen eher nicht und für einige ist es einfach nur Geschrei, bei dem man sowieso nichts versteht. Dieser spezielle Musikstil mit dem typischen Schreigesang ist genau das Ding unseres Backend-Developers Tobias. Bei seinem Hobby wird es schon mal ohrenbetäubend laut - das heißt aber nicht nur, dass seine Nachbarn unfreiwillig gute Musik hören: Tobi ist Gitarrist in der Band Empyreal.


Empyreal
Tobi, wie lange spielst du schon Gitarre und seit wann bist du in deiner Band?

In der Band spiele ich mittlerweile drei Jahre, aber Gitarre allgemein schon seit der Grundschule. Ein bisschen Keyboard hier und ein bisschen Schlagzeug da bekomme ich aber auch noch hin.

Ich bin seit 2016 dabei und mit der jetzigen Besetzung (zwei Gitarristen, Bassist, Schlagzeuger und Sänger) spielen wir auch live. Empyreal startete als “Wohnzimmerprojekt” von unserem Gitarristen Dennis im Jahr 2012.

Wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben?

Tja… Wie würde ich den beschreiben? Ich sag mal so: Du wirst auf jeden Fall nichts verstehen, wenn du es dir anhörst. :D Es ist halt klassischer Schreigesang. Natürlich gibt es für sowas schon einen Text und wenn man die Lyrics mitliest versteht man mit etwas Übung schon was. Manches bleibt aber tatsächlich ein Rätsel.

Welche Themen spielen in euren Songs eine wichtige Rolle?

In unseren Songs sind es schon eher krasse Themen, die eben zu diesem krassen Musikstil passen. Ist ja irgendwie klar, dass man bei so düsterer Musik nicht darüber singt, dass die Sonne scheint oder sowas. Ist schon alles recht negativ gesehen. In einem Song geht’s zum Beispiel über den Weltuntergang durch einen Atomkrieg.
Aber abseits der Musik sind wir schon eher lustig drauf, also so ist es nicht! 

Habt ihr auch Auftritte? Und habt ihr auch schon selbst was auf die Beine gestellt oder wie läuft das ab?

Mit der Band haben wir im Jahr so etwa vier bis fünf Auftritte. Wir spielen lieber auf coolen Events aber dafür seltener, als ganz oft und an jeder Ecke.

Bisher haben wir uns immer buchen lassen, was eigenes haben wir noch nicht aufgezogen.

Denkst du, dass es für euch als kleine Band schwieriger ist, Konzerte zu organisieren und zu spielen?

Neee… Was heißt schwieriger? Man muss sich dann halt einfach um was kümmern. Mit der Einstellung, dass du eine Band hast, du organisierst irgendwas und es kommen 100.000 Leute, brauchst du nicht an die Sache rangehen. Es gibt mittlere Bands wie Sand am Meer, da muss man schon echt was Interessantes auf die Beine stellen. Das geht, aber man muss es wirklich wollen, denn es ist ein Haufen Arbeit.

Als Band erlebt man ja sicher viel. Erzähl doch mal von deiner schönsten Erinnerung!

Das war auf jeden Fall unser Auftritt in Norwegen. Wir wurden vom “Inferno Metal Festival” gebucht und durften vor 4000-5000 Leuten spielen. Das war ziemlich cool, einfach ein richtig großes Festival mit bekannten Bands - und dann wir! Wir hatten also echt vier oder fünf Leute, die sich nur um uns gekümmert haben, die Wasser auf die Bühne gestellt und Handtücher bereitgelegt haben, im Backstage-Bereich gab es Verpflegung… Das war ein bisschen Rockstar-Feeling!
Da war ich dann auch etwas stolz, dass wir so weit gekommen sind. Die Verwandtschaft war begeistert, sonst hieß es ja nur: "Der macht ein bisschen Musik, ist halt sein Hobby, aber das gibt doch eh nix!"

Und die schlimmste?

Die entstand tatsächlich auch bei dem Auftritt in Norwegen. Der selbe Ausflug hat nämlich auch eine recht schlechte Erinnerung. Wir wollten ein bisschen Geld sparen und unser Drummer ist eh immer in der Weltgeschichte unterwegs, pennt bei irgendwelchen Leuten auf der Couch, von wegen Couchsurfing und so. Er meinte er kennt da oben über drei Ecken jemanden und da könnten wir übernachten. Haben wir uns eigentlich auch nicht viel bei gedacht, sind ja sowieso den ganzen Tag auf dem Festival und zum Duschen und Schlafen wird’s schon gehen.

Tobi

Bild: Gerard Brull Photo

Der erste Eindruck war schon etwas seltsam, aber nicht übermäßig. Also haben wir den Schlüssel bekommen und sind los. Nachts, so gegen halb zwei, kamen wir wieder, aber die Tür ging nicht auf. Die hatte nämlich zwei Schlösser und das andere hatte der Typ schon von innen zu geschlossen. Also haben wir geklopft und versucht ihn aufzuwecken, was auch geklappt hat. Als er uns die Tür geöffnet hat, wusste er gar nicht mehr, wer wir sind. Wir haben dann versucht zu erklären, dass wir in seiner Wohnung schlafen, uns doch circa acht Stunden zuvor mit ihm unterhalten haben und er uns den Schlüssel gegeben hat. Da meinte er, dass unsere Kollegen schon da sind - aber es war noch niemand da. Ab dem Zeitpunkt hatte ich echt kein gutes Gefühl mehr, zumal er uns am Nachmittag erzählt hat, dass er Sportschütze ist. Wir lagen dann zwar im Gästezimmer, aber konnten kein Auge zutun, als der Typ auch noch nachts durch die Wohnung gegeistert ist. Einer von uns kam sogar noch später. Meine Kollegen haben ihm die Tür aufgemacht und unser Gastgeber war zu dem Zeitpunkt in der Küche. Auf einmal stand er mit einem riesengroßen Küchenmesser in der Tür, weil er der Meinung war, es ist ein Einbrecher. Wir haben dann nur noch schnell unsere Sachen gepackt, sind aus der Wohnung geflüchtet und haben zum Glück noch eine andere Unterkunft gefunden, nachts um halb 2.

Also das war definitiv mein schlimmstes Banderlebnis!


Hier bekommst du eine Hörprobe vom neuen Album “My own living hell” . Na, verstehst du alles?


Ob ein Auftritt von Empyreal für unser nächstes Sommerfest geeignet ist, sind wir uns noch nicht so sicher. Aber wir ziehen den Hut! Weiter so!


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