08. Sep 2026
Unser Shop-Frontend verstehen wir als Service und nicht als fertiges Produkt, das nach dem Launch einfach sich selbst überlassen wird. In unserem vorherigen Beitrag „Ein Shop-Frontend ist kein Lieferprodukt“ erklären wir genauer, was das für uns bedeutet und warum die kontinuierliche Weiterentwicklung dabei eine wichtige Rolle spielt.
Lesezeit: 3 Minuten
Gleichzeitig verändern sich Anforderungen, Kampagnen und Märkte ständig. Ein Shop muss also nicht nur technisch mitwachsen, sondern sich auch schnell an neue Ideen und Anforderungen anpassen lassen.
In vielen Shops endet die Gestaltungsfreiheit dort, wo der eigentliche Kaufprozess beginnt. Startseite, Landingpages, Themenwelten oder Content-Hubs können Marketing-Teams meist selbst zusammenstellen und verändern. Bei Produktdetailseiten, Produktlisten, Suchergebnissen, Warenkorb und Checkout sieht es dagegen oft anders aus: Hier basiert die Darstellung auf festen Templates. Eine Änderung bedeutet dann schnell ein Ticket, eine Priorisierung und den nächsten Sprint.
Mit dem Frontend Studio wollen wir diese Trennung aufheben. Nicht, indem einfach noch mehr Möglichkeiten dazukommen, sondern indem sich auch die Shop-Seiten selbst genauso frei gestalten lassen wie die Inhalte drumherum.
Dafür gibt es einige Anforderungen, die wir früher mit „Geht - aber dauert“ beantwortet hätten. Heute können Shopbetreiber solche Anpassungen selbst umsetzen.
Zum Beispiel eine radikal reduzierte Produktdetailseite für besonders beworbene Produkte: kein „Andere kauften auch“, keine Recommendations und keine sieben Akkordeons mit Zusatzinformationen. Stattdessen nur das Produktbild, der Preis, der entscheidende Vorteil und der Kauf-Button. Eine solche Variante lässt sich gezielt für Produkte aus einer Kampagne erstellen und ausspielen – ohne dass Entwickler eingebunden werden müssen.
Oder eine eigene Produktdetailseite für einen bestimmten Markt. Denn was für Kunden in Deutschland relevant ist, muss nicht automatisch auch in Frankreich, den Niederlanden oder Italien funktionieren. Vielleicht sind in den Niederlanden prominente Lieferversprechen besonders wichtig, während in Italien der Größenberater weiter oben stehen sollte. Statt dafür eine immer komplexere Template-Logik mit Ausnahmen zu bauen, lässt sich einfach eine eigene Variante pro Markt anlegen.
Auch ein „In den Warenkorb“-Button direkt auf einem Hero-Banner ist damit kein Sonderfall mehr. Normalerweise endet an dieser Stelle die Grenze zwischen CMS und Shop: Das Banner kommt aus dem Content-System, die Shop-Funktion aus dem Frontend. Im Frontend Studio lassen sich beide miteinander verbinden - der Button wird einfach zu einem weiteren Baustein der Seite.
Das Frontend Studio ist ein WYSIWYG-Editor für die Shop-Templates. Bausteine lassen sich per Drag-and-Drop platzieren, bestehende Templates können dupliziert und individuell angepasst werden, ohne das Original zu verändern. Über die Live-Vorschau mit echten Produktdaten lässt sich direkt prüfen, wie die Seite später im Shop aussieht.
Natürlich geht eine Änderung nicht einfach live. Anpassungen durchlaufen einen Freigabeprozess, Versionen werden gespeichert und können bei Bedarf wiederhergestellt werden. Veröffentlichungen lassen sich planen und Berechtigungen gezielt vergeben - für Marketing-, Content- oder E-Commerce-Teams.
Das Studio ist so aufgebaut, dass auch Teams ohne HTML-, CSS- oder Programmierkenntnisse damit arbeiten können. Wer täglich Inhalte, Kampagnen und Sortimente pflegt, soll Änderungen direkt umsetzen können - ohne für jede Anpassung ein Entwicklungsticket zu benötigen.
Technisch basiert das Ganze auf einem modularen Frontend mit Next.js, Headless Components und Server-Side Streaming. Die einzelnen Seiten bestehen aus Bausteinen, die sich unabhängig voneinander verändern und neu kombinieren lassen. Genau das schafft den Spielraum, den das Frontend Studio braucht.
Das Frontend Studio ist bereits live – zunächst mit der Produktdetailseite. Genau dort, wo heute besonders viel Flexibilität gefragt ist.
Weitere Bereiche kommen Schritt für Schritt dazu. In Kürze folgen Landingpages und Produktlisten, danach werden auch Suche, Warenkorb, Checkout und Account-Bereiche ergänzt.
Das Frontend Studio ist Teil des Configuration Centers, dem neuen Backoffice unserer empiriecom Suite.
Neugierig geworden? Kontaktieren Sie uns gerne - wir zeigen Ihnen, was in Ihrem Shop möglich ist.