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Rocketstart bei empiriecom: Was passiert, wenn wir Ideen einfach mal weiterdenken?

22. Okt 2026

Wir bei empiriecom probieren gerne Neues aus und möchten uns weiterentwickeln. Doch gerade bei Ideen ist der erste Schritt nicht immer leicht: Oft haben wir schnell einen ersten Gedanken, aber wie lässt sich daraus mehr machen? Wie betrachtet man ihn aus neuen Perspektiven und leitet daraus konkrete Ansätze ab? Um das herauszufinden, haben wir mit Unterstützung von Till, dem Erfinder von Rocketstart, eine neue Methode ausprobiert.

Lesezeit: 3 Minuten

Eine Idee bekommt neue Perspektiven

Rocketstart ist eine App, die bei der Ideenentwicklung unterstützt. Sie basiert auf dem Innovationsansatz „Moonshot – The Innovation Game“, den Till Hasbach entwickelt hat. Zu Beginn wird eine eigene Idee in der App angelegt. Anschließend folgen verschiedene Challenges, die neue Impulse für die Weiterentwicklung geben. Die Aufgaben dauern meist fünf bis zehn Minuten und lassen sich gut in den Arbeitsalltag integrieren.

Die Challenges greifen unterschiedliche Aspekte einer Idee auf. Mal geht es um die Zielgruppe, den konkreten Nutzen oder die Annahmen dahinter. Mal geht es darum, die Perspektive zu wechseln: Wie würde ein Planet aussehen, auf dem alle Menschen diese Idee nutzen? Oder was würde Pippi Langstrumpf daraus machen?

Ergänzt wird der Prozess durch eine KI. Sie gibt Feedback, stellt Rückfragen und greift einzelne Gedanken auf. Am Ende wird klarer, welche Aspekte bereits ausgereift sind und wo noch offene Fragen liegen.

Auch die Gestaltung der App ist spielerisch. Jede Idee wird durch eine kleine Figur dargestellt. Ihr Aussehen verändert sich im Laufe der Bearbeitung und mit jedem Level wird der Entwicklungsstand sichtbar.

Rocketstart

Von der Idee zum Praxistest

Unser Kollege Marcel hatte bereits vor einigen Jahren erstmals Kontakt zu Till, dem Gründer von Rocketstart. empiriecom lernte ihn bei unserem zehnten Inno Day im November 2025 kennen. Einmal pro Quartal nehmen sich unsere Mitarbeitenden dabei Zeit für eigene Projekte und Ideen und haben die Möglichkeit, Neues auszuprobieren. Till war als Gastsprecher eingeladen und stellte in seiner Session „Moonshot – The Innovation Game“ seinen Ansatz vor und eine Gruppe von Mitarbeitenden hatte an diesem Inno Day die Möglichkeit, das Spiel remote auszuprobieren.

Der Kontakt zu ihm blieb bestehen. Einige Zeit später ergab sich die Möglichkeit, Rocketstart im Rahmen eines Beta-Tests bei empiriecom auszuprobieren. Über mehrere Wochen konnten Mitarbeitende die App mit eigenen Ideen aus ihrem Arbeitsalltag testen.

Für uns war interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Wege die einzelnen Ideen genommen haben.

Drei Ideen, drei unterschiedliche Wege

Mousetracking: Eine Idee nimmt eine neue Richtung an

Eine der getesteten Ideen beschäftigte sich zunächst mit Mousetracking und datengetriebener Produktentwicklung. Im Laufe des Tests verlagerte sich der Schwerpunkt immer mehr in Richtung App und Gamification.

Durch die Challenges wurde deutlich, dass die ursprüngliche Idee auch in eine andere Richtung weiterentwickelt werden kann.

EMP Guidelines: Eine Idee wird konkreter

Bei den EMP Guidelines lag der Fokus auf einem anderen Punkt. Hier ging es vor allem darum, Gedanken zu ordnen, die Idee klarer zu formulieren und einzelne Aspekte weiter auszuarbeiten.

Das Feedback war positiv. Die App habe geholfen, „Struktur in die Idee zu bringen und sie zu challengen“.

Visuelles Board: Eine Idee wird infrage gestellt

Eine dritte Idee war ein visuelles Board für die Planung von Prioritäten und Abhängigkeiten in Projekten.

Eine KI-Challenge stellte diesen Ansatz grundlegend infrage. Die Rückmeldung war, dass das Board das eigentliche Problem vermutlich nicht lösen würde und die Ursache an einer anderen Stelle liegen könnte.

Das war im ersten Moment natürlich nicht unbedingt das, was wir hören wollten. Gleichzeitig entstand daraus eine wichtige Frage: Lösen wir mit unserer Idee tatsächlich das Problem, das wir lösen wollen?

Was passiert also mit einer Idee?

Unsere Erfahrungen mit Rocketstart haben gezeigt, dass der Ausgang ganz unterschiedlich sein kann.

Aus einer ersten Idee kann etwas völlig Neues entstehen, sie kann konkreter werden oder wir merken, dass wir in eine andere Richtung denken müssen. Nicht jede Idee muss am Ende zu einem fertigen Konzept werden. Schon die Klarheit darüber, welcher Weg weiterführt und welcher nicht, ist für uns eine wertvolle Erkenntnis.

Ein Gedanke aus Tills Session beim Inno Day ist uns besonders im Kopf geblieben: Das Problem ist nicht, dass uns die Ideen fehlen. Vielmehr fehlt uns manchmal der Raum, sie wirklich zu Ende zu denken.

Und diesen Raum schafft Rocketstart. Die Challenges geben Ideen Zeit und Aufmerksamkeit und helfen, herauszufinden, was in ihnen steckt.

Auch Till blickt positiv zurück:

„Die Zusammenarbeit mit empiriecom war für unsere Produktentwicklung extrem wertvoll! Das schnelle Feedback, die guten Ideen aus dem motivierten Team und die klugen Rückmeldungen zu Bugs und neuen Features haben uns geholfen, das Nutzungserlebnis von Rocketstart enorm zu verbessern.

Für mich ist dies ein perfektes Beispiel dafür, wie eine Produktentwicklung unter Live-Bedingungen zu einem erfolgreichen Open-Innovation-Projekt werden kann. Ich wünsche mir, dass empiriecom von dem Test genauso profitiert, wie wir und mit kreativem Willen und Rocketstart-Energie aus guten Ideen von Mitarbeitenden möglichst viele wertvolle Lösungen entwickelt.“

Mit ihm bleiben wir weiterhin in Kontakt und sind gespannt, welche Nutzungsmöglichkeiten von Moonshot und Rocketstart sich noch gemeinsam ergeben werden.

Wir wünschen Till ganz viel Erfolg mit Rocketstart und sind überzeugt, dass die App viele tolle Ideen voranbringen und weiterentwickeln wird!


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