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Ein weiterer Coach für unsere Teams: Vom Scrum Master zur systemischen Coachin - Lisas neue Rolle

13. Okt 2026

Seit kurzem hat unsere Kollegin Lisa einen neuen Titel: systemische Coachin. Ein Jahr lang hat sie sich neben ihrem Job als Scrum Master weitergebildet, montags remote, mit Praxisprojekt und Abschlussprüfung. Wir haben sie gefragt, warum sie das gemacht hat, wie die Ausbildung sie verändert hat und was das für unsere Teams bedeutet.

Lesezeit: 2,5 Minuten

Zuwachs in unserem Coaches Team

Angefangen hat alles mit anderen Coaches im Haus. Lisa hat immer wieder erlebt, wie sie mit systemischen Methoden an Probleme herangegangen sind und war davon inspiriert wie sie vorgegangen sind und welche neuen Blickwinkel dadurch entstanden sind. Das hat in ihr den Wunsch geweckt, mehr über diese Methoden zu erfahren. Dazu kam ein Gedanke, der sie schon länger begleitet hat: Die klassische Rolle des Scrum Masters verändert sich gerade spürbar. Viele Teams arbeiten längst nicht mehr streng nach dem Lehrbuch und was dann zählt ist weniger reines Prozesswissen, als die Fähigkeit Menschen und Teams wirklich zu begleiten, etwa bei Konflikten oder in Entwicklungsphasen.

Was dahintersteckt, lässt sich am ehesten so erklären: Systemisches Coaching schaut nicht auf einzelne Personen oder einzelne Situationen, sondern immer auf das große Ganze drumherum, also darauf, wie Menschen, Teams und Strukturen zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Ein Konflikt zwischen zwei Personen ist selten nur ein Konflikt zwischen zwei Personen. Meistens steckt ein ganzes System dahinter. Genau dieser Blick hat sich bei Lisa durch die Ausbildung am stärksten verändert. Wenn irgendwo etwas hakt, schaut sie heute genauer hin und fragt sich, welche Zusammenhänge im Hintergrund eine Rolle spielen könnten.

Lisa
Ein Jahr, das einiges verändert hat

Die Ausbildung selbst zog sich über etwa ein Jahr, einmal wöchentlich montags und komplett remote, was sich mit ihrem Teilzeitjob und ihrer Familie super vereinbaren ließ. Zeitlich und finanziell konnte sie dabei auf die Unterstützung von empiriecom zählen - das war für Lisa keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das sie ausdrücklich zu schätzen weiß.

Fachlich und persönlich war einiges dabei, das an ihre Grenzen ging. Am meisten gefordert hat sie sich selbst: eigene Muster, Stärken und blinde Flecken bewusster wahrzunehmen. Dazu kamen Themen, die nah an den Grenzen des Coachings liegen. Etwa psychische Belastungen bis hin zu Burnout oder schwereren Krisen. Hier ging es weniger darum Antworten zu liefern, sondern genau zu verstehen, wo Coaching aufhört und professionelle Hilfe anfangen muss. Und dabei offener mit schwierigen persönlichen Themen umzugehen, statt ihnen aus dem Weg zu gehen.

Am meisten überrascht hat sie am Ende etwas anderes: wie viel tiefer sich Methoden anwenden lassen, die sie aus ihrem Arbeitsalltag eigentlich schon kannte. Vieles was ihr vertraut war, bekam durch die systemische Brille plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Das hat ihre eigene Denkweise am Ende mehr verschoben, als sie erwartet hätte.

Was sich für unsere Teams ändert

Für Lisa ist klar, dass die neuen Methoden jetzt fest in ihren Team-Alltag gehören. Nicht als großes neues Programm, sondern eingewoben in die Formate, die es ohnehin schon gibt. Ihr Leitgedanke dabei ist Hilfe zur Selbsthilfe: nicht Lösungen vorzugeben, sondern Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen zu finden. Das stärkt langfristig auch die Eigenverantwortung im Team. Perspektivisch kann sie sich außerdem vorstellen, einzelne Personen bei uns auch im 1:1-Format zu coachen, falls der Bedarf entsteht. Etwa wenn organisatorische Veränderungen neue Fragen aufwerfen, für die es jemanden zum Reden braucht.

Wer selbst mit dem Gedanken spielt, eine ähnliche Ausbildung zu machen, bekommt von Lisa einen Rat: Die wichtigste Voraussetzung ist echtes Interesse daran, wie andere Menschen ticken und was sie wirklich beschäftigt. Und die Erkenntnis, die ihr selbst am meisten hängen geblieben ist, gibt sie gerne weiter: Jede und jeder trägt die eigene Lösung längst in sich, die Aufgabe eines Coaches ist es nicht, sie zu liefern, sondern mit den richtigen Fragen dabei zu helfen, sie zu finden.

Wir sind einfach stolz auf Lisa. Ein Jahr harte Arbeit neben dem normalen Job und dass sie ihr neues Wissen jetzt mit uns allen teilt. Dass wir solche Weiterbildungen unterstützen, hat für uns einen einfachen Grund: Wir sehen bei Lisa und den anderen Coaches im Haus, wie viel das für die Zusammenarbeit im Team bringt. Kein Königsweg, den jedes Unternehmen gehen muss, aber ein Baustein, der für uns gerade richtig gut passt.


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