Agile Basiswissen-Schulung

03. Dez 2018
Michaela Ulrich

Beinahe jeder kennt die bunten Bausteine, egal ob aus der eigenen Vergangenheit oder weil man heute noch auf die liegengelassenen Teile der Kinder tritt. LEGO ist uns allen ein Begriff, doch dass man mit diesen Agilität und Scrum lernen kann, wissen die Wenigsten. Wir bei empiriecom bieten eine agile Basiswissen Schulung für alle Mitarbeiter an - und das nicht nur für unsere eigenen, sondern für alle interessierten Mitarbeiter der gesamten Baur-Gruppe. Und dabei verwenden wir Lego!

Doch zurück zum Anfang:

Wir bei empiriecom arbeiten agil, doch für viele andere ist das immer noch unbekanntes Terrain. Deshalb haben wir uns entschlossen, agile Basiswissen Schulungen anzubieten und dort immer jeweils 15 Personen Agilität auf interessante und ansprechende Art näher zu bringen. Dieses Angebot besteht für alle - von neuen Praktikanten über interessierte Kollegen bis hin zu allen Mitarbeitern aus der Baur-Gruppe, die sich mit dem Thema befassen wollen. Unser Agile Coach Timo leitet diese Schulungen und das mit großem Erfolg.

Agile Legoschulung

Die Schulung aus Sicht eines Teilnehmers

Nach der Begrüßung folgt eine kurze Vorstellungsrunde und schon startet der Theorie-Teil. Klingt erstmal weniger spannend, ist jedoch besonders bei der offenen Zusammenstellung - von "noch nie gehört" bis zu "ich liebe agiles Arbeiten" - der Gruppe wichtig, um die Grundlagen aller anzugleichen. Timo erklärt uns, dass im klassischen Projektmanagement viele mit Wasserfallprojekten arbeiten und dass dies für einige Unternehmen auch vollkommen richtig ist. Doch um den Ansatz der Agilität zu begreifen, muss man weg von der klassischen Denkweise. Um das zu schaffen, besprechen wir die Unterschiede beider Methoden und verstehen langsam, dass Agilität besonders dann gefragt ist, wenn der Kunde noch keine klare Vorstellung vom Endprodukt hat, es eher um ein Problem geht, wofür es noch keine Lösung gibt oder die Technologie komplett unbekannt ist. Dies passiert uns in der Softwareentwicklung sehr häufig. Anforderungen ändern sich, neue kommen hinzu, alte fallen weg, der Kunde merkt mittendrin erst, dass er eigentlich in eine andere Richtung will. Dank agiler Arbeitsweise können wir auf solche Veränderungen schnell und flexibel reagieren, im Gegensatz zum klassischen Projektmanagement.

Bau der Lego-Stadt

Alles sehr interessant, aber mir wurde doch Lego versprochen?

Nach dem kurzweiligen Theorie-Teil folgt auch schon relativ schnell der Praxis-Teil: Der Bau einer Lego-City.

Das Szenario: Ein Kunde kommt zu uns und möchte "eine Lego Stadt". Er weiß nicht genau wie diese aussehen soll, aber er hat auf jeden Fall einige Anforderungen im Kopf: eine Straße, ein Kindergarten, ein Elefant und noch viele weitere. Die Kinder des Kunden sollen dann natürlich Spaß beim Spielen haben, jedoch soll die Verkehrserziehung auch mit der LEGO-City vermittelt werden können.


Agile Umsetzung: Lego-City

Unser Product Owner erhält alle Anforderungen des Kunden, welche wir einschätzen sollen - und zwar nicht nach Zeit und Aufwand, sondern nach Komplexität. Danach werden diese vom Kunden priorisiert und schon startet das Sprint Planning für uns. Wir überlegen uns, welche Anforderungen wir in der ersten Iteration - wohl gemerkt nur 4 Minuten - mit Lego umsetzen können. Und schon fiel der Startschuss.

Mein Team ist zuständig für die Lego-Straßen, also bauen wir chaotisch darauf los. Nach 4 Minuten - gefühlt waren es nicht mal 2 Minuten - ist der Sprint vorbei und wir präsentieren unser Ergebnis dem Product Owner im Rahmen des Review-Termins. Leider ist unsere Straße zu hügelig und entspricht nicht den Wünschen des Kunden, also müssen wir in der nächsten Iteration nochmal ran und die Straße überarbeiten.

Insgesamt 4 Iterationen durchlaufen wir: Vom Sprint Planning über die Durchführung bis zum Review und der Retrospektive. Und zwischen den Iterationen ändert der Kunde seine Anforderungen, denn auf einmal benötigt der Elefant nicht nur ein Gehege sondern auch einen Transporter! Zum Glück können wir darauf flexibel reagieren und die neue Anforderung in den nächsten Sprint mit umsetzen.


Und das Endprodukt kann sich sehen lassen - finden wir zumindest.

Doch schlussendlich muss es dem Kunden gefallen. Bei der Endabnahme besuchte uns der Kunde (dargestellt von zwei hilfsbereiten Kollegen) und urteilte über unsere Leistungen.

Und wir hatten Erfolg! Unsere Stadt gefällt dem Kunden, und obwohl wir zwei Anforderungen nicht mehr geschafft haben ist er zufrieden und glücklich. Und am Ende des Tages ist das das Wichtigste.


Finale Lego-Stadt

Und das Ende von der Geschichte?

Wir alle waren schwer begeistert von der Schulung. Unser Agile Coach Timo hat die Schulung spannend präsentiert und jeder konnte etwas mitnehmen - egal ob agiler Neuling oder Profi. Mit Lego kriegt man sie Alle!

Wenn ihr mehr erfahren wollt, um eure eigene Lego-Stadt zu bauen, dann schreibt uns doch einfach! Wir freuen uns.

0Noch keine Kommentare

Ihr Kommentar
Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten
2388 + 8
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen