Hospitation bei empiriecom - Eine Woche im schönen Weismain

17. Jan 2019
Michaela Ulrich

Für eine Woche im Dezember 2018 konnten wir Christine, Mitarbeiterin bei Heine Versand, zu einer Hospitation bei uns begrüßen. Sie unterstützte dabei das Team UCD und konnte im Gegenzug viel Wissen mitnehmen. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

Mitte Dezember hatte ich die Chance bei empiriecom im idyllischen Weismain zu hospitieren. Ich durfte eine Woche lang Teil des User Centered Design (UCD) -Teams sein und deren Prozesse und Themen live miterleben.

Warum ich mich für eine Hospitation entschieden habe:

Ich habe in der Abteilung UCD bei empiriecom hospitiert, da ich seit kurzem eine neue Rolle als „UX Manager“ bei heine inne habe. Da wir in der Vergangenheit aber noch kein User Experience-Team hatten, die Rollen also noch neu für uns sind, habe ich mir dadurch erhofft, Einblicke in ein bereits bestehendes „UX/UCD“ Team zu bekommen und von deren Prozessen, Strukturen und Inhalten zu lernen.
Meine vorherige Rolle bei heine war „Produktmanager im E-Commerce“, wodurch man zwar schon Wissen mitbringt, doch das Thema User Experience  als solches ist doch nochmal etwas konkreter und umfangreicher.


Fokusgruppe Probandenraum
Was habe ich gelernt?

In meiner Woche habe ich umfassende Einblicke in alle Prozesse und Inhalte des UCD-Teams bekommen. Mir wurden dabei die Aufgaben der einzelnen Teammitglieder erklärt und ich durfte sogar eine Fokusgruppe, in der die Einbindung der Versandkostenflatrate bei baur.de untersucht wurde, live in Nürnberg miterleben. Auch in die Vorgehensweise anderer Teams, zum Beispiel der Kollegen der App-Unit, konnte ich reinschnuppern.

Außerdem habe ich einen Einblick in die Prozesse zwischen den Teams/Abteilungen bekommen und durfte an vielen Terminen und fachlichen Meetings teilnehmen, wie etwa einer Austauschrunde aller Scrum Master und Product Owner. Gerade bei so vielen eigenständigen Teams, die jeweils an ihrem eigenen Produkt arbeiten, war es spannend zu sehen, dass es möglich ist, sich in solchen Terminen gut zu synchronisieren. Es wurden relevante Themen angesprochen, gemeinsam Hürden und Probleme identifiziert und anschließend diskutiert, wie man diese am besten adressieren kann, um so möglichst effizient und konstruktiv arbeiten zu können. 
Ein zentraler Punkt war für mich natürlich auch die Einbindung von UX im E-Commerce, im Scrum-Prozess und wie die Nutzerstimme ins Unternehmen gebracht wird. Hier konnte ich als Key-Learning für mich mitnehmen, dass es wichtig ist, die Nutzerstimme direkt in die Teams zu bringen.

Hierzu führt das UCD-Team zum Beispiel Schulungen zu den Dialogprinzipien durch (nach ISO 9241-110, anhand derer die Usability einfach bewertet werden kann). Die Teams werden dadurch befähigt, Usability-Probleme zu erkennen und zu bewerten. Sie arbeiten somit von vornherein eigenständig durch die “Nutzerbrille“ und holen sich zusätzliche Unterstützung vom UCD-Team, wenn für ein Projekt noch tiefergehender in die Kundensicht eingetaucht werden muss (Fokusgruppen, Usability-Tests, Expert-Reviews, umfassendes A/B-Testing…).  
Schön fand ich in diesem Zusammenhang auch das Plakat des UCD-Teams, auf dem deren Mission beziehungsweise Ziel nochmal visualisiert wurde.

Notizen

Ausflug auf den Christkindlesmarkt
Die Unterkunft in Weismain

Ich wurde super vom Team aufgenommen und integriert und versuche jetzt die Learnings für meine neue Rolle zu nutzen.


Wie lief die Hospitation ab?

Hospitationen sind ein wichtiger Bestandteil des Wissensaustauschs innerhalb der Otto Group und werden von einem Großteil der über 120 Otto Konzernfirmen über eine zentrale Plattform angeboten. Die Entscheidung eine Hospitation zu machen, kam sehr spontan: von der Idee bis zum Start vergingen nur circa 4 Wochen. Es lief sehr unkompliziert ab: eine kurze Anfrage per Mail und dann alles Weitere per Telefon. Im Vorfeld habe ich meine Erwartungen und Ziele für die Woche mit Natalie, dem Teamlead von UCD, abgeklärt. Sie hat mir anschließend auch alle wichtigen Infos & Termine zugeschickt. Ein Rundum-Sorglos-Paket.

Willkommensnachricht am Arbeitsplatz

Rückblickend kann ich auf jeden Fall sagen, dass sich die Hospitation für mich gelohnt hat. Ich wurde herzlich empfangen, sehr gut ins Team integriert und direkt allen Abteilungen bei empiriecom vorgestellt. Jeder hatte ein offenes Ohr für meine Fragen, ich habe viele nette Leute kennengelernt und viele interessante Gespräche geführt.
Ein netter Nebeneffekt war natürlich auch, dass ich eine Woche vor Weihnachten hospitiert habe, sodass ich gleich mal einige Weihnachtsaktivitäten wie Schrottwichteln mit Keksen oder die empiriecom-Weihnachtsfeier im Fränkischen Hof in Altenkunstadt mitmachen konnte. :)
Danke nochmal, es war eine super Woche für mich!
Viele Grüße
Christine


Schrottwichteln bei UCD

Und hier noch das “Wort zum Sonntag“ von der HOW-Seite (Hospitation Otto Group Weit), ich fand den Satz aber irgendwie ganz passend:

Zu hospitieren“ oder „Hospitation anzubieten“ bedeutet, dass wir durch gegenseitigen Austausch voneinander profitieren, Prozesse verbessern, Transparenz schaffen und uns vernetzen.

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