Adobe Premiere Pro: 10 Tipps zum Einstieg

04. Okt 2018
Johannes Haaf
Adobe Premiere Pro: 10 Tipps zum Einstieg

Katrin hat ihr Pflichtpraktikum im Rahmen ihres Studiums Medieninformatik an der Hochschule in Hof bei empiriecom absolviert. Von März bis Juli 2018 war sie im Bereich Innovation tätig und hat ein Videoprojekt betreut. Nun beantwortet sie in diesem Interview Fragen zu ihrer Arbeit mit Adobe Premiere Pro.

Welche Funktionen hast du bei Premiere genutzt?
Katrin:
Ich habe die einzelnen Sequenzen aneinandergeschnitten und Szenen rausgeschnitten, aber auch einige anspruchsvollere Funktionen ausprobiert. Zum Beispiel habe ich viel mit den sogenannten Key Frames (Parameter für Bewegung, Effekte und Audio) gearbeitet. Außerdem probierte ich Farbfilter und verschiedene Geschwindigkeiten für einige Szenen aus und wagte mich auch an einfache Animationen.

Wie würdest du das Programm in der Benutzbarkeit bewerten? Welche Vor- und Nachteile siehst du?
Katrin:
Adobe Premiere Pro ist ziemlich übersichtlich und nicht allzu schwierig zu bedienen. Es ist vom Aufbau ähnlich wie andere Adobe-Software. Somit überschneiden sich auch viele Shortcuts, was während der Arbeit schon recht praktisch ist. Zusätzlich können weitere Effekte von der Community in der Regel kostenlos heruntergeladen werden.
Als nachteilig würde ich die hohe erforderte Rechenleistung beurteilen, wofür mein Rechner manchmal schon etwas länger brauchte. Möchte man tiefer in die Animationen einsteigen, reicht Premiere dazu leider nicht mehr aus. Dafür müsste man auf Adobe After Effects umsteigen.

Katrin hat für alle Interessierten 10 Tipps zusammengestellt, die die Arbeit mit der Software Adobe Premiere Pro erleichtern.

1. Du solltest organisiert und strukturiert arbeiten, sodass ein beliebiger Mitarbeiter jederzeit mit deinen Aufnahmen weiterarbeiten und sie zuordnen kann. Die Aufnahmen sollten vor der Bearbeitung gesichtet und sortiert werden, damit später schneller mit den ausgewählten Sequenzen gearbeitet werden kann.

2. Standardmäßig wird die zu bearbeitende Sequenz in der höchsten Qualität „Full“ abgespielt. Allerdings kann diese auf ½ oder ¼, 1/8, 1/16 abgestuft werden. Dies reduziert die Auslastung des Systems, hat aber keine Auswirkungen auf die finale Qualität des Videos. Diese Einstellung findest du neben der In-/Out-Dauer (rechts unten unter der Bildwiedergabe).

3. Premiere Pro stellt einige Einstellungen zum Zoom und zur Skalierung der Bildwiedergabe des Videos bereit, die allerdings die Performance reduzieren. Um dies zu vermeiden, kann der Zoomfaktor (links unter der Bildwiedergabe) angepasst werden und eine Prozentzahl zwischen 10 und 400 ausgewählt werden. Der Wiedergabebereich kann so nach Belieben angepasst werden.

4. Um die Arbeit mit den Tonaufnahmen zu erleichtern, kann der mit der Kamera aufgenommene Ton mit externen Quellen synchronisiert werden.  Dies erleichtert das Zusammenspiel von Bild und Ton, da Premiere diese selbst zusammenfügt.
Dazu wählst du die beiden Tonspuren und wählst mit einem Rechtsklick „Synchronisieren“.

5. Eigne dir die Shortcuts an und arbeite mit diesen, das spart eine Menge Zeit. Zusätzlich können eigene Tastaturbefehle unter: Bearbeiten - Tastaturbefehle angelegt werden.

6. Sequence Markers dienen dazu, durch dein Projekt in Premiere zu navigieren. Mit dem Drücken der Taste M kannst du eine Marke hinzufügen und mit einem Doppelklick auf den Marker (oder zweimal Drücken der Taste M) kann diese bearbeitet werden. Du kannst zwischen einer Kommentar-, Kapitel-, Segmentierungs-, oder Webverknüpfungsmarke wählen und die Informationen dazu bearbeiten. Zusätzlich kannst du einen Flash Cue Point (interaktive Flash-Elemente) einfügen. Fährst du mit dem Cursor über die verschiedenfarbigen Marken, erhältst du jeweils Details dazu.

7. Mit Voice over kannst du direkt über Premiere eine Tonspur aufnehmen. Zum Beispiel kann eine vorübergehende Version einer Tonaufnahme als Platzhalter dienen, bis die finale Aufnahme verfügbar ist.

8.Du kannst Medien entweder mithilfe von drag and drop oder des Media Browsers importieren. Bei letzterem können Favoriten hinzugefügt werden, die häufig benötigt werden. Einen Favoriten markierst du mit einem Rechtsklick und wählst „Zu Favoriten hinzufügen“. 

9. Storyboard Editing: Wenn es mal schnell gehen soll, kann mithilfe von drag and drop eine Rohdatei aus dem Media Browser über den Button „Neues Objekt“ in eine neue Sequenz gewandelt werden, die die vorherigen Einstellungen übernimmt.

10. Falls du eine Aufnahme in mehrere Abschnitte unterteilen und an unterschiedlichen Stellen in dein Projekt einfügen möchtest, kannst du dir die Arbeit ebenfalls erleichtern. In den Effekteinstellungen kann neben dem Einzelclip auch ein Masterclip angewählt werden. Wendest du auf diesen Master Effekteinstellungen an, werden die Settings für die nachfolgenden Abschnitte ebenfalls übernommen.

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